Unser Haus am See

WC – Der Abriss

Die letzten 4 Wochen vor dem endgültigen Einzugstermin sind angebrochen – und nach diesem Wochenende fühle ich mich mit unserem Zeitplan schlechter denn je. Aber beginnen wir von vorn.

Nachdem wir im Abstellraum ja den Wasserschaden unter dem Fußboden entdeckt hatten, der von einem gebrochenen Wasserkasten aus dem vorletzten Winter stammt, waren wir uns eigentlich einig, auch den Fußboden im WC und der Diele rauszunehmen. Da am übernächsten Montag unser Sanitärinstallateur kommt und uns dort auch eine neue Toilette einbauen möchte, mussten wir alles so weit vorbereiten, dass dann am 11.3. auch zumindest provisorisch ein neuer Fußboden liegt. Da die ganzen Wände auf den Fußböden stehen, war unser erster Schritt, diese alle abzureißen um danach den Fußboden rausnehmen zu können.

Überpünktlich war am Samstagmorgen unser Container da (noch vor uns) und wurde auf unseren Parkplatz gesetzt. Als wir die Fahrer bezahlt hatten, begannen wir mit der Arbeit. Ich malte noch kurz die Wölkchen im Vogelzimmer und Markus begann mit dem Abriss der ersten Wand – die zwischen Diele und WC. Wir mussten hier ein bisschen aufpassen, weil dort auch Kabel entlanggingen. Die wurden natürlich zuerst mal abgeklemmt bzw. zur Seite gelegt. Mit der Säge teilte Markus dann die Wände in mundgerechte Häppchen… hm, falscher Blog … in handliche Stücke, die wir dann gleich zum Container raustragen konnten. Als allererstes natürlich die Tür (wir haben uns schöne Echtholz-Türen in Weiß bestellt, diese hässlichen Plastiktüren möchten wir nicht behalten). So nach und nach füllte sich der Container mit den Balken und dann auch mit den Wandteilen.

Dann kam die Wand zum Wohnzimmer dran. Dieses ist sogar eine Doppelwand gewesen, zwischen WC und Wohnzimmer war noch ein kleiner Verschlag, 20cm breit. Erst war die Innenwand dran (die zum WC), dann folgte die Wand zum Wohnzimmer. Von der mussten aber zuerst mal die dicken Balken abgehämmert werden. Eigentlich hatten wir die behalten und auf die neue Wand wieder aufschrauben wollen, aber letztendlich hätte uns das so viel Arbeit gemacht, die sauber abzutrennen, dass wir beschlossen haben, die Balken auch mit wegzuwerfen.

Nun stand noch die Wand zur Küche, und um die zu entfernen, mussten wir erst mal den angrenzenden Teil der Küche abbauen. Kühlschrank raus, Schränke ausräumen und dann die Schränke abbauen. Die Stirnwand der Küche mit Herd und Spüle ließen wir erst mal stehen, aber die Schränke abzubekommen, war schon nicht ganz einfach, besonders die Arbeitsplatte war ziemlich fest verbunden und konnte nur mit Hammer und Meißel entfernt werden. Als wir die Küche in Kleinteilen liegen hatten und diese zum Container gebracht hatten, waren wir ganz froh, dass wir so radikal alles neu machen. Der Fußboden sah nicht mehr gut aus.

Nachdem alle Wände raus waren – was wegen der Wasserinstallation gar nicht so einfach war – war Mittagspause, die wir auch einhalten wollten. Wir beschlossen, zum Baumarkt zu fahren und uns Schlösser für unseren Container zu kaufen, damit während unserer Abwesenheit dort nicht von anderen Leuten Sachen reingeworfen werden, die dort nicht reingehören. Abgesehen davon, dass wir den Container ja nach Gewicht bezahlen müssen, kosten beispielsweise Farbdosen eine Menge extra. Wir fuhren dann auch noch bei unserer Maklerin vorbei, die im Feriendorf auch ein Haus besitzt und die uns noch ein paar Heizungen schenken wollte. Die holten wir dann ab und waren pünktlich um 15 Uhr zum Ende der Mittagspause wieder im Häuschen.

Und weiter gings. Unser Wohnzimmer war mittlerweile schon wieder so richtig vollgestellt und wir mussten ja auch noch den Fußboden rausnehmen. Als erstes baute Markus mal die Toilette ab. Dann hoben wir die 3 Schichten PVC ab, die üblicherweise in diesem Haus liegen. Unten drunter erwartete uns das, was wir uns so in etwa auch schon vorgestellt hatten, nämlich halbverschimmelte und fast durchbrechende Pressspanplatten. Das Wasser aus dem geplatzten Wasserkasten war natürlich nicht nur im Abstellraum gewesen sondern zog sich von WC über Diele bis rüber. Das machte es ziemlich schwierig, die Platten rauszunehmen, weil diese schon so bröselig waren. Am Abend waren wir richtig geschafft. Wir hatten tatsächlich alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, sogar noch ein bisschen mehr. Nun haben wir zwischen Tür bis hin zur Dusche keine Wände mehr und müssen, um zur Tür zu kommen, über die Balken balancieren.

Nächste Woche werden wir dann Verlegeplatten kaufen und die Fußböden neu einsetzen. Vorher muss Markus nur noch die Kabel verlegen. Da die Isolierung im Fußboden an einigen Stellen auch nicht mehr die beste ist bzw. auch gar nicht an allen Stellen liegt, werden wir auch das noch machen müssen. Isolierung rein, Dampfsperrfolie drüberspannen und dann können die Fußbodenplatten wieder verlegt und verschraubt werden.

Und da dieser ganze Abriss so deprimierend war und ich seit gestern mehr denn je daran zweifle, dass wir wirklich Ende März einziehen können, gibts am Ende auch nur ein Foto vom Chaos.

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