Unser Haus am See

Die Fertigstellung des Schlafzimmers

Nach 497 Paneelenstückchen war es endlich so weit – unser Schlafzimmer ist endlich fertig. Nachdem wir tagelang gestrichen, gesägt und genagelt haben (ich hab das Streichen übernommen, Markus den Rest), kamen heute vormittag die beiden letzten Stücke in die obersten beiden Ecken – dann war das Werk vollendet.

Vorgegangen waren wir wie folgt: Das erste war natürlich das Entfernen des Styropors zwischen den dunklen Balken. Auf die Zwischenstücke hat Markus 17mm dicke Latten festgeschraubt. Diese Latten bildeten das Untergerüst für die Paneelen.

Zu Beginn hatten wir 12 Pakete mit jeweils 10 Latten Fichtenholz mit Nut und Feder gekauft. Diese waren 2,50m lang, 1 zusätzliches Paket haben wir dann aber gebraucht. Jede Latte habe ich im Verlauf der Arbeiten mit 2 dünnen Schichten weißer Lasur versehen. Die Abstände zwischen den dunklen Balken betrugen etwa 55cm, mal mehr mal weniger. Beim Anbringen der Paneelen konnte man erkennen, dass der Raum an einigen Stellen etwas schief ist.

Nach der Trocknung, die zum Glück immer relativ schnell ging, schnitt Markus die Latten in 55cm lange Stücke. Nun mussten natürlich noch die Schnittstellen nachgestrichen werden, dann dauerte es wieder ein paar Stunden, bis die Bretter trocken waren. Im ganzen Wohnzimmer lagen große Bahnen Malerkrepp und darauf die Bretter.

Markus begann immer unten mit dem Annageln, Feder nach unten. Die untersten Latten wurden direkt auf die Unterkonstruktion angenagelt. Auf die Nut wurden dann Paneelenklammern gesetzt, die dann wiederum mit Nägeln an den Latten befestigt wurden. Die nächste Latte wurde mit der Feder in die Nut gesetzt, oben wiederum mit den beiden Klammern versehen und festgenagelt. So ging es dann Bahn für Bahn.

Am schwierigsten war natürlich das Arbeiten über Kopf an der Decke. Auf der Leiter stehend balancierte Markus mit den Brettern, Klammern und Nägeln, dazu das Werkzeug. Das Nageln war dann auch richtig anstrengend für Markus.

Nachdem alle geraden Bahnen fertig waren, wurden dann die beiden Außenbahnen der breiten Schlafzimmerseite bearbeitet. Hier mussten wir aufgrund der Schräge jede Latte einzeln ausmessen und zurechtsägen. Im Übrigen sind die Schrägen nicht wie auf dem Foto an der Innen- sondern jeweils an der Außenseite. Das Weitwinkelobjektiv verzerrt die Ansicht ein wenig, so dass die braunen Balken schief aussehen, was sie nicht sind. An der linken Wand mussten wir nur wenige Paneelen annageln, weil dort unser Schrank hingestellt wird.

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Ganz am Ende kamen die schrägen Stücke oben dran, die wir natürlich auch passend zurechtsägen mussten. Diese letzten Bretter wurden dann wieder direkt genagelt. An der rechten und linken Seite mussten dann auch noch Ausschnitte für den Balken in das Brett gesägt werden.

Insgesamt war das wirklich eine Menge Arbeit, die uns einige Wochen Zeit gekostet hat – wir konnten ja auch immer nur am Samstag arbeiten. Was jetzt noch fehlt sind die Wände zum Wohnzimmer, die wir aber nur tapezieren und streichen werden.

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Nachdem die letzte Latte fest war, genossen wir erst mal den schönen Anblick, dann ging das Aufäumen los. Im Schlafzimmer wurden erst mal die ganzen Utensilien eingesammelt. Beim Annageln hatte sich jede Menge Staub und Schmutz gelöst, den saugte Markus anschließend noch weg.

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Im Wohnzimmer sammelte ich die ganzen Maluntensilien zusammen und räumte das ganze Papier vom Boden weg. Jetzt muss nur mal noch gründlich geputzt werden, der ganze Staub vom Sägen eingesaugt werden.

Nach dem Aufräumen genossen wir noch eine Weile den Blick in den verschneiten Garten und beobachteten die Meisen und Rotkehlchen, die sich um die aufgehängten Meisenknödel kümmerten. Nach einem Schwatz mit den Nachbarn von gegenüber fuhren wir wieder in unsere Mietswohnung, die wir bald für immer verlassen werden.

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