Unser Haus am See

Der Umbau geht los – der Schlafzimmerboden

Eine solch große Aufgabe wie das Renovieren eines ganzen Hauses (auch wenn es nur ein kleines ist) beginnt man am besten, indem man kleine Teilaufgaben festlegt und diese dann durchführt. Unsere erste Teilaufgabe hieß: Schlafzimmer bewohnbar machen.

Wie in allen anderen Räumen haben wir auch hier zunächst mal den Fußbodenbelag – einen alten und verblichenen Teppich – rausgerissen und uns den Boden angeschaut. Der war soweit in Ordnung, so dass wir den nicht neu machen müssen. Aber einen neuen Belag natürlich. Wie ich schon schrieb, hatten wir beim Raumtrend Hinze in Darmstadt einen sehr schönen terracottafarbenen Teppich erstanden, der farblich sehr gut zu unseren braunen Balken passt. Bevor wir den Teppich legen konnten, hab ich erst mal das Zimmer gründlich gereinigt und einen Balken, der für den Schrank etwas abgehobelt worden war, neu lasiert. Lasur fanden wir noch drei große Kanister voll im Vogelzimmer – die werden wohl lange lange reichen.

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Dann stand der Transport des Teppichs an. Unser Auto ist jetzt schon bedeutend größer als der Smart For Two, den wir vorher gefahren sind, aber eine über 3m lange steife Rolle wollte dann doch nicht reinpassen. Kein Problem, ein bisschen hing halt hinten über und die Heckklappe wurde mit diesen Gummibändern, deren Namen ich nie weiß, fixiert. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten – das Auto mag es gar nicht, mit offenen Türen zu fahren und piepst und piepst und piepst. Und zwar nicht nur ein paar Mal am Anfang sondern ununterbrochen. Von Darmstadt bis Reichelsheim. Wir sehnten jede rote Ampel herbei, um wenigstens kurz Ruhe zu haben. Endlich waren wir mit Piepsi oben auf dem Berg in Unter-Ostern angekommen. Nachdem wir den Teppich ausgeladen hatten, legten wir ihn ins Schlafzimmer und breiteten ihn aus. Dort sollte er nun noch etwas liegen, um wieder schön glatt zu werden. Am nächsten Tag wollten wir ihn zuschneiden und großflächig verkleben.

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Das Zuschneiden am nächsten Tag war gar nicht so einfach wie gedacht. Durch die Steifheit und Dicke des Teppichs war es echte Arbeit, ihn so eng an die Wand zu drücken, dass er nicht nur gerade sondern auch kantengenau abgeschnitten werden konnte. Auch das Schneiden selbst war harte Arbeit, die Markus aber auch an kritischen Stellen sehr gut meisterte. Hatte ich schon erwähnt, dass Markus zwischenzeitlich auch schon eine Steckdose für unsere Nachttischlampen gelegt hatte? Ich bin froh, dass er sich mit Elektrik gut auskennt und wir für solche Sachen nicht jedesmal einen Fachmann holen müssen.

Nachdem der Teppich nun an allen 4 Seiten perfekt zugeschnitten war, legten wir die erste Hälfte um, ich saugte noch mal den Untergrund und den Teppich von unten, dann verteilten wir mit einer Rolle den Teppichkleber und ließen ihn kurz antrocknen. Teppich drüberlegen, gut festdrücken, fertig. Genauso verfuhren wir mit der zweiten Seite. Hochklappen, gut reinigen, Kleber verteilen, trocknen lassen, Teppich legen und gut andrücken. Ein bisschen Angst hatten wir schon, dass der Teppich am nächsten Tag wieder hochkommen würde, aber die war unbegründet, wunderschön lag er da. Was fehlte waren noch die Teppichleisten, die wir inzwischen gekauft und lasiert haben und die demnächst befestigen werden.

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