Unser Haus am See

Der Fußboden im Abstellraum

Der erste Raum, gleich wenn man zur Tür reinkommt, soll ja unser Abstellraum für Geräte, Lebensmittel und unsere Kühlschränke werden. In diesem Raum hatten wir, als wir hier angefangen haben auszuräumen (auch hier wieder drei Schichten PVC übereinander), einen Wasserschaden entdeckt, der Schimmel hatte sich breit gemacht. Nach dem ersten Schreck folgte die gründliche Untersuchung der Wände, die ergab, dass das Wasser nicht von außen oder unten eingedrungen war. Unsere Verkäuferin hatte uns dann auch bestätigt, dass im letzten Winter ein Wasserkasten gesprungen war. Unter dem Fußboden, der aus Pressspanplatten bestand, stand noch das Wasser, hatte die Fußbodenplatten komplett aufgeweicht, war aber zum Glück nicht in die Isolierung gelaufen.

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Wir hatten direkt, als wir den Schimmel entdeckt hatten, den Fußboden dort fast komplett rausgerissen und erst mal das Wasser entfernt und alles gründlich abtrocknen lassen.

Letzte Woche war unser Sanitärinstallateur da und wollte sich anschauen, wo welche Rohre verlegt werden müssen, weil wir das zweite Zimmer, das an unseren Abstellraum grenzt, zu einem Badezimmer ausbauen wollen.

Um die Rohre verlegen zu können, empfahl er uns, den Fußboden im Badezimmer zu entfernen und eine Wand aufzustellen, an der er dort sein Gerüst für die Rohre aufbauen kann. Die Wand kann natürlich nicht ohne Fußboden stehen, und so stand fest, dass wir mit dem Fußboden im Abstellraum beginnen mussten.

Da die Folie beim herausnehmen des Fußbodens an ein paar Stellen zerstört wurde, sollte erst mal neue Folie ausgelegt werden, die als Dampfsperre dienen soll, damit sich kein Schimmel bilden kann. Die OSB-Platten, die wir verlegen wollen, können zwar auch als Dampfsperre dienen, aber die Folie kann man dichter und besser abschließend verlegen. Als erstes wurde natürlich die letzte Platte vom Fußboden rausgenommen und eine Lage der Folie ausgebreitet.

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Als die Folie dann einigermaßen glatt lag, konnte sie festgetackert werden, dabei wurde sie natürlich glattgezogen.

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Für den Fußboden hatten wir 25mm starke OSB/3-Platten gekauft (feuchtraumgeeignet), die wir auf den Balken vom Ständerwerk des Hauses verschrauben wollten. Die Platten waren 2050mm lang und haben somit, quer zu den Balken verlegt, haargenau in das Zimmer gepasst. Was für ein Glück. So mussten wir nicht großartig sägen oder anstückeln. Die noch vorhandenen kleinen Spalte werden ausgeschäumt, damit der Raum dann auch wirklich nach außen dicht ist.

Nachdem die erste Platte gut ausgerichtet drin lag, kam die nächste, die wir über Nut und Feder mit der ersten verbunden haben, außerdem wurden die Verbindungskanten mit wasserfestem Holzleim verleimt. Ganz schön anstrengend, Markus probiert die Festigkeit der Platten aus und macht eine kleine Pause.

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Die dritte Platte wurde ebenfalls mit der Feder in die Nut geschoben, die Kanten vorher mit Leim ausgestrichen und dann die Platte fest reingedrückt. Perfekt. Da wir gestern keine kurzen Schrauben hatten, wurde erst mal noch nichts verschraubt. Der Boden ist aber auch jetzt schon super stabil, so wie es aussieht, ist er momentan der festeste im ganzen Haus.

Zeit für das Ständerwerk. Wir hatten die dicksten Balken gekauft, die wir bekommen konnten und uns im Baumarkt auf 2500mm Länge kürzen lassen, damit sie auch ins Auto reinpassen. Dann wurde am Balken im Zimmer, der die Grenze für die beiden Räume sein wird, genau ausgemessen. Als erstes kam der Querbalken unten rein, der einfach auf den bestehenden neuen Fußboden geschraubt wurde, die Schrauben kamen natürlich an die Stelle, wo unter dem Fußboden der Balken vom Hausständerwerk verläuft. Der nächste Balken war der schwierigste, nämlich der oben quer an der Decke. Natürlich musste der Balken ganz gerade ausgerichtet und dann mit dem darüberliegenden Balken verschraubt werden.

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Ich hielt den Balken auf der großen Leiter stehend fest, während Markus auf der kleinen Leiter stehend die andere Seite festschraubte, möglichst ohne ihn zu verrücken. Da der Balken ziemlich schwer ist (massives Holz, 2,10m lang, 78mm x 98mm im Durchmesser), war das gar nicht so einfach. Gutes Werkzeug ist für solche Arbeiten wirklich wichtig. Unser Makita Akkuschrauber hatte mit den 12cm langen Spax-Schrauben überhaupt kein Problem. Als der Balken hing, war es richtig gut geworden. Nun kamen noch die senkrechten Streben dazwischen. Der Installateur braucht für sein Rohrgerüst ca. 50cm, wir haben ihm 60cm zwischen den beiden mittleren Balken gelassen. Zuerst kamen aber die beiden seitlichen Balken dran. Hier musste nun millimetergenau gemessen werden, damit die Balken genau zwischen oben und unten reinpassen und zwar für jeden Balken genau an der Stelle, wo er rein sollte, weil das Dach – wie alles im Haus – ein bisschen schief ist, was auf der Gesamtbreite des Zimmers von 2,10m ca. 1cm in der Höhe ausmachte.

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Mit der Kapp- und Gehrungssäge, ebenfalls von Makita, sägten wir die passende Länge der Balken, setzten sie senkrecht ein (mit ein bisschen Hämmern passten sie dann auch genau rein) und schraubten sie am Wandbalken fest. Endlich fertig. Ich hab mich mal drangelehnt, es ist einfach super stabil, wie sollte es auch anders sein, bei so langen Schrauben, so dicken Balken und einer so genauen Messung, dass die Balken wirklich haargenau passten.

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Auf dieses Ständerwerk werden nun rechts und links ebenfalls OSB-Platten geschraubt, die die neuen Wände bilden, in der Mitte verlaufen dann Rohre und elektrische Leitungen.

Nachdem wir gestern so weit gekommen waren, machten wir Schluss und freuten uns an unserem Werk. Der Fußboden ist einfach toll geworden und es war so einfach, viel leichter als wir das gedacht hatten.

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Heute, Sonntag, sind wir ebenfalls noch mal ins Häuschen gefahren. Eigentlich können wir sonntags nie sehr viel machen, weil sonntags komplett Ruhetag ist. Also müssen wir uns immer auf die Sachen beschränken, die nicht so viel Krach machen. Heute räumten wir erst mal ein bisschen auf und beschlossen dann – nachdem wir gesehen haben, dass die Häuser rund um uns herum leer standen – den neuen Fußboden noch zu verschrauben und die Kanten nochmals zu verleimen, um sie wirklich dicht zu bekommen.

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Als wir damit fertig waren, wollten wir auch noch den Fußboden aus dem Badezimmer entfernen. Da der Fußboden auf die Balken nicht geschraubt sondern genagelt ist, war das gar nicht so einfach.

Mit der Akkukreissäge, deren Sägeblatt man auf die gewünschte Höhe einstellen kann, sägte Markus erst mal Rillen in den Fußboden und hebelte die Teile dann stückchenweise mit dem Brecheisen raus. So kamen wir gut voran. Die überstehende Folie aus dem Abstellraum hatte er, um sie aus dem Weg zu haben, kurzerhand ans Ständerwerk getackert. Als die Fußböden entfernt waren, legten wir, um den Raum überhaupt noch betreten zu können, unsere letzte OSB-Platte quer über die Balken.

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Markus hatte zwischendurch auch noch die Teppichleisten im Schlafzimmer angenagelt und ich strich noch einen kleinen Balken, damit die Farbe mit den Teppichleisten übereinstimmt.

Da unser zukünftiges Badezimmer bisher unser Werkzeuglager war, mussten wir dieses nun natürlich umlagern. Wir legten im Schlafzimmer eine Folie aus und sortierten alles Werkzeug nun ins Schlafzimmer rein. Dann räumten wir im Wohnzimmer noch ein bisschen auf und bewunderten unser Tagewerk. Es ist doch immer wieder schön, wenn man am Ende des Tages ein paar Fortschritte sieht.

Da wir nächste Woche von meiner Mutter Besuch bekommen – ich freu mich schon drauf – und sie auch sehr gern renoviert, werden wir dann im Schlafzimmer noch die Vorderwand tapezieren und im Abstellraum den alten Styropor entfernen und die Wände ebenfalls mit Tapeten bekleben. Dann werden die Außenkanten ausgeschäumt, es kommt noch ein PVC-Boden in den Raum, und dann ist er fertig.

2 Kommentare

  1. spax

    Schöner Blog! Respekt vor so viel Arbeit und Umsetzung! Danke, dass Ihr SPAX verwendet und erwähnt habt!
    Kennst Du eigentlich schon unsere Facebookseite (facebook.com/SPAX)? Dort kannst Du uns gern über Eure Projekte informieren und Dich mit anderen Renovierern und Hausbauern austauschen…

    Viele Grüße,
    Euer SPAX-Team

  2. Maria

    Thanks for putting your valuable time in sharing this with us. Your post was really worth to read.
    ___________________
    nickel alloys for welding

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